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Pilzzucht auf sterilen Substraten in 8 Schritten

Um mit der Pilzzucht erfolgreich zu sein, ist es wichtig, die Pilzarten, die du züchten willst und die spezifischen Wachstumsbedingungen, die sie benötigen, zu kennen. Außerdem ist es wichtig, dass du die richtige Ausrüstung und das richtige Material zur Hand hast, bevor du beginnst.

 

1. Wähle die Pilzart, die du züchten möchtest

Es gibt viele verschiedene Arten von Pilzen, und jede Art hat ihre eigenen spezifischen Wachstumsbedingungen. Wähle eine Sorte, die für die Umgebung, in der du die Pilze züchten willst, gut geeignet ist.

2. Besorge die notwendigen Materialien und Geräte

Du benötigst einige grundlegende Utensilien für die Pilzzucht, wie z. B. einen Substratsack mit Filter, das Substrat (z.B. feuchtes Stroh oder Sägespäne) und Desinfektionsmittel. Außerdem benötigst du wichtige Geräte wie einen Schnellkochtopf, ein Balkenschweißgerät und für besonders reine Bedingungen einen Laminar Flow oder eine Still-Air-Box (SAB).

3. Bereite den Laborbereich vor

Bevor du die Pilze züchtest, musst du deinen Laborbereich vorbereiten. Achte darauf, dass der Bereich sauber und frei von Verunreinigungen ist. Außerdem musst du eine möglichst sterile Umgebung aufrechterhalten. Trage Handschuhe und eine Maske, wenn du in diesem Bereich arbeitest.

4. Beimpfen des Substrats

Anschließend kannst du mit dem Beimpfen des Substrats beginnen. Dazu schüttest du vor dem Laminarflow vorsichtig etwas Pilzbrut (5 – 10 % des Substratgewichts) von oben in deinen Substratbeutel.

5. Verschließen des Substratbeutels

Vor dem Laminarflow versiegelst du den Substratsack mit dem Balkenschweißgerät. Achte darauf, dass der Sack komplett luftdicht verschweißt ist. Anschließend schüttelst du den Sack, damit sich die Pilzbrut gleichmäßig verteilt.

6. Durchwachsen des Substrats

Nachdem du das Substrat beimpft hast, kommt der beimpfte Substratsack in den Raum für die Durchwachsphase. Die Temperatur in diesem Raum beträgt idealerweise zwischen 20 und 26 °C. Die Dauer der Durchwachsphase hängt von der Art des Pilzes ab, den du züchten willst.

7. Fruchten der Pilze

Sobald das Substrat fertig durchwachsen ist (der Substratsack ist komplett weiß), kannst du die Fruchtungsphase einleiten. Dazu schneidest du den Sack je nach Pilzart unterschiedlich an.

Die Pilze formen zuerst winzig kleine Punkte, die sogenannten Pinheads. Je nach Pilzart wachsen diese weiter und bilden in den nächsten Tagen bis Wochen den fertigen Fruchtkörper aus.

8. Ernten der Pilze

Sobald die Pilze beginnen ihren Hut nach oben zu wölben, sind sie erntereif. Zum Ernten drehst du den Pilz einfach aus dem Substrat. Achte darauf, dass du die Pilze vorsichtig behandeln, da sie empfindlich sind und leicht beschädigt werden können.

Schlussfolgerung

Der Pilzanbau ist ein lohnendes Hobby, das für einen ständigen Nachschub an frischen Pilzen für dich und deine Freunde sorgen kann. Die Anfänge sind zwar zeitaufwendig und mühsam, aber die Belohnung ist es wert. Mit Geduld und Übung kann jeder lernen, wie man Pilze anbaut.

Wenn du noch genauer lernen willst, wie du deine eigenen Pilze züchtest, besuche einen unserer Workshops.